Was ist der Unterschied zwischen Corporate Design und Corporate Identity?

Zwei Begriffe, die irgendwie zusammen gehören, die jeder schon irgendwo gehört hat, aber was jetzt genau das eine und was das andere meint? Tja… Eine Frage, die sich vor allem, aber nicht ausschließlich, Gründer und Startups stellen (müssen), auch viele „alte Hasen“ geraten hier durchaus mal ins Schleudern. Deshalb schauen wir uns das hier einmal kurz an. Ich will nicht zu detailliert auf die beiden Begriffe eingehen, um diesen Beitrag etwas im Rahmen zu halten.

Was bedeutet Corporate Identity?

Betrachten wir einmal kurz die beiden Begriffe, „corporate“ zeigt, dass das nachfolgende sich auf eine Firma oder ein Unternehmen bezieht, die verschiedenen Übersetzungsmöglichkeiten zeigen das sehr schön. „Identity“ übersetzen wir jetzt einmal mit Identität, ganz einfach. Dann haben wir also die Unternehmensidentität, ahja…

Eine Identität bezieht sich normalerweise auf eine Person. Betrachten wir den Begriff Corporate Identity oder kurz CI einmal in diesem Kontext, wird das Ganze schon klarer. Es beschreibt also die Person unseres Unternehmens, den Charakter, wenn man so will, seine Vorlieben, seinen Stil, politische Einstellung und viele mehr. Eben alles, was auch eine Person ausmacht. Je nach Branche spielen natürlich nicht alle diese Eigenschaften eine Rolle.

Mit der Corporate Identity legen wir die Eigenschaften fest, die unser Unternehmen ausmachen und anhand derer wir bestimmte Entscheidungen so oder eben anders treffen, auf Grundlage dieser Werte. Ist unsere Firma beispielsweise eher der ökologisch nachhaltige Typ, dann drucken wir unsere Visitenkarten auf Recyclingpapier.

Was bedeutet Corporate Design?

Das ist jetzt die Frage, denn im Grunde decken wir mit der Identity ja schon alles ab. Zugleich ist das aber auch die Antwort, Corporate Design ist ein Teil der Identity und beschreibt, um bei unserem Beispiel von oben zu bleiben, den Stil unseres Unternehmens, seinen Kleidungs- und Einrichtungsgeschmack. Im Design spiegeln sich aber auch die übrigen Werte unseres Unternehmens wider.

Um noch einmal das Beispiel von oben zu bemühen, ökologisch nachhaltige oder Bio-Produkte (oder solche, die es gerne wären) erkennen wir oft schon an der Verpackung, da sieht man zuhauf warme Grün- und verschiedene Erdtöne. Dazu vielleicht noch eine handgeschriebene Schriftart. Das Beispiel ist jetzt natürlich sehr einfach und pauschal, aber ich denke es macht deutlich worum es geht.

Erst über die Identität klar werden, dann kommt das Design. Zur Identitätsfindung kann man sehr vieles selbst erledigen, beim Design sollte man unbedingt darauf achten, dass es natürlich einerseits die eigenen Werte darstellt, dabei andererseits trotzdem gut aussieht. Vielen ist der Umfang eines solche Designguides gar nicht bewusst, entsprechend gibt es viele potentielle Fehlerquellen. Es gibt viele Beispiele im Netz, auch das Corporate Design der Bundesregierung ist online einsehbar und entsprechend ausführlich. Gerade bei einer derart weitreichenden und wichtigen Frage ist es oft eine gute Idee einen Profi zu Rate zu ziehen. Nicht nur, weil ich damit meine Brötchen verdiene, sondern auch, weil der Profi Ihnen einiges an Zeit und Mühe sparen kann.