Was ist 3D Visualisierung?

3D Visualisierung hört und liest man immer häufiger, was man darunter eigentlich versteht, wo und wie diese Darstellungstechnik sinnvoll angewendet werden kann, möchte ich hier einmal kurz erläutern. Wir verstehen unter 3D Visualisierung oder 3D Rendering, was oft synonym verwendet wird, etwas sichtbar zu machen, das so (noch) nicht visuell erfassbar ist. Das klingt jetzt erst einmal genau so abstrakt und seltsam, wie der Begriff an sich und hilft nur bedingt weiter. Schauen wir uns deshalb ein paar Beispiele an.

Architekturvisualisierung

In der Architektur sind 3D Visualisierungen ein gutes Mittel Ideen zu präsentieren. So können sich die Entscheidungsträger ein viel besseres Bild von Ihrem Entwurf machen, dieser ist deutlich weniger abstrakt. Es gibt aber noch weitere Vorteile und Möglichkeiten, die man nicht außer Acht lassen sollte. Abhängig von der Zielgruppe vor der Sie präsentieren, können Sie ein möglichst realistisch aussehendes Rendering nutzen oder Sie wählen bewusst eine sehr reduzierte, minimalistische Form der Darstellung.

Fotorealistische Renderings punkten vor allem auf emotionaler Ebene, hier wird sehr viel Wert auf Kleinigkeiten und Details gelegt. Außenbereiche werden begrünt, Innenräume so ausgestattet, dass sie bewohnt und lebendig wirken. Damit punkten Sie besonders bei Kunden, die weniger affin für architektonische Details und gestalterische Überlegungen sind. Diese Aspekte entfalten ihre Wirkung hier im Hintergrund und Sie können Ihr Publikum auf emotionaler Ebene abholen.

Bei einer fachlich interessierten Zielgruppe hingegen, kann eine reduzierte Darstellung, die Formen und Linien in den Vordergrund stellt, sehr viel besser angenommen werden. Ebenso, wenn Sie eine bauliche Veränderung visualisieren möchten, einen Anbau beispielsweise. Dann wird das bereits vorhandene nur grob angedeutet und der Fokus liegt voll und ganz auf der Erweiterung.

Hier liegt der Fokus auf dem geplanten Vordach und der Figureninstallation am bestehenden Gebäude

Produktvisualisierung

Bei der Produktvisualisierung verhält es sich im Grunde erst einmal sehr ähnlich, wobei hier die Themenfelder deutlich weiter gefasst werden können. Das naheliegendste Anwendungsbeispiel ist mit Sicherheit die Visualisierung eines neuen Produkts, das aktuell nur als Prototyp oder vielleicht sogar nur als (CAD-)Zeichnung existiert. Es lassen sich aber beispielsweise auch Dinge visualisieren, die auf anderem Wege nicht erfassbar sind, weil sie zu klein oder zu schnell sind.

Bei der Produkt- und eigentlich auch bei der Architekturvisualisierung können wir aber noch ein paar Schritte weiter gehen, als es uns mit Fotografien möglich wäre. So lassen sich mit einem fertigen 3D Modell schnell 360° Ansichten eines Objekts erzeugen. Produkte können aber auch ganz individuell erlebbar gemacht werden. Was das genau bedeutet, verdeutlicht am besten ein kleines Beispiel, klicken Sie einfach auf Play um das Objekt zu laden.

Das war erst einmal ein einfaches Anwendungsbeispiel, um einen ersten Eindruck der Möglichkeiten zu geben, der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Prozessvisualisierung

Ein letztes Anwendungsbeispiel, das ich hier der Einfachheit halber mal als Prozessvisualisierung bezeichne. So können Sie 3D Renderings natürlich auch nutzen um Vorteile Ihrer Produkte und darin enthaltener Technologien, die von außen gar nicht sichtbar sind, einfach und verständlich zu präsentieren. Vielleicht verwenden Sie auch ein effizienteres Herstellungsverfahren für bestimmte Dinge, das gewisse Vorteile gegenüber der Konkurrenz bietet und Sie möchten diese gerne herausstellen.

Wenn wir uns zum Schluss noch einmal bewusst machen, dass wir Visualisierungen sowohl in Form einzelner Bilder, aber auch als animierte Videosequenzen, wird klar wie viele Möglichkeiten uns hier offen stehen.

Schlusswort

Trotz aller Euphorie und Begeisterung 3D Renderings und die damit verbundenen Möglichkeiten, die ich absolut nachvollziehen kann und auch teile, ist es kein Allheilmittel. Oft führt uns die gute, altbewährte Fotografie schneller, besser oder günstiger zum Ziel. Hier gilt es einige Faktoren abzuwägen, ein paar davon können Sie in einem weiteren Beitrag nachlesen.